Wein aus Ruanda. Das klingt erst mal ungewöhnlich. Und auch die „Trauben“ sind anders als üblich, denn der rote Karisimbi wird aus Rote Bete hergestellt. Rote-Bete-Wein ist die Idee einer jungen Ruanderin. Das Geschäft läuft, inzwischen bekommt sie auch aus dem Ausland Bestellungen. Dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing schwebt aber mehr vor. Er möchte das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda zum Weinproduzenten machen und Impulse zur Digitalisierung der ostafrikanischen Landwirtschaft geben.
Ruanda auf Erfolgskurs
Ruanda ist eines der widersprüchlichsten Länder Afrikas: Vor 25 Jahren wurde es durch den Genozid zum Inbegriff für unmenschliche Gräueltaten. Nur eine Generation später gilt das kleine Land vielen afrikanischen Staaten als Vorbild und Zukunftsmodell.
Wissings Vision: Wein aus Ruanda
Das Land ist von der Fläche nicht mal so groß wie Rheinland-Pfalz und das Saarland zusammen. Es liegt abgeschottet vom Meer im Osten des Kontinents, eingeschlossen von großflächigen Staaten wie dem Kongo, Uganda und Tansania. „Das Land der tausend Hügel“ heißt Ruanda auch. Auf diesen Hügeln wachsen Tee und Kaffee, die Ruanda exportiert. „Warum nicht auch Wein?“, fragte sich Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Prof. Dominik Durner, Studiengangsleiter am Weincampus Neustadt an der Weinstraße, der an der Reise teilnahm, pflichtet ihm bei: „Das Land bietet optimale Grundvoraussetzungen für den Weinanbau. Was derzeit noch fehlt, ist das Know-how. Dieses könnten wir aber aus Rheinland-Pfalz liefern.“
Rheinland-Pfalz intensiviert Zusammenarbeit
Gesagt, getan: Dr. Volker Wissing unterzeichnete mit der Agrarministerin von Ruanda, Gérardine Mukeshimana, eine gemeinsame Erklärung. Die beiden Länder möchten fortan im Bereich der Digitalisierung, der Landwirtschaft und des Weinanbaus enger zusammenarbeiten. „Gerade im Bereich der Landwirtschaft sehe ich für Ruanda eine hohe gesamtwirtschaftliche Relevanz. Die Digitalisierung, nicht nur in der Landwirtschaft, wird zu positiven Effekten führen, Ruanda stärken und Auswirkung auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung des Landes haben“, so Wissing.
Eigene Wirtschaftsrepräsentanz
Seit 37 Jahren verbindet Rheinland-Pfalz eine Partnerschaft mit Ruanda. Was als eher ungewöhnliches Projekt begann, ist inzwischen zu einem Erfolgsmodell der Zusammenarbeit geworden, eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Vor drei Jahren etablierte Rheinland-Pfalz eine eigene Wirtschaftsrepräsentanz in Ruanda. „Dies ist die erste Anlaufstelle für rheinland-pfälzische Unternehmen, die Geschäftsaktivitäten in Ruanda planen“, so Aline Kwizera, die im Partnerschaftsbüro Rheinland-Pfalz/ Ruanda in Kigali Ansprechpartnerin der Unternehmen ist.
Ruanda: Vorbild
Vom Selbstversorger zur Dienstleistungsnation, von Gewalt und Armut zu Sicherheit und einem immer weiter steigenden Wohlstand. Ruanda ist heute im Vergleich zu anderen ost- und zentralafrikanischen Ländern ein politisch stabiler Standort. Daher genießt das Land bei Investoren großen Respekt. Immer mehr Unternehmen aus Rheinland-Pfalz investieren in dem ostafrikanischen Land.
Die Wirtschaftsrepräsentanz in Kigali – Ansprechpartner der Wirtschaft in Ruanda
Coordination Office Kigali Partnership Rhineland-Palatinate/Rwanda KN 3 AV 25
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Aline Kwizera Wirtschaftsrepräsentantin






