Über den Dächern der Landeshauptstadt Mainz, im Hofgut Laubenheimer Höhe, findet auf Einladung des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums seit einigen Jahren das Jahrestreffen der exportorientierten Wirtschaft statt. In lockerer Atmosphäre nutzten bei der letzten Ausgabe über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter des Landtages, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern und Banken das Angebot des Ministeriums, um ihr Netzwerk zu erweitern.
Besucherrekord beim 3. Sommerabend
„Was man dreimal macht, das ist eine Tradition!“, sagte Wirtschaftsminister und Sommerabend-Gastgeber Dr. Volker Wissing bei der Begrüßung der vielen Gäste. Der Höhepunkt: Als Ehrengast war Adrian Hasler, Regierungschef von Liechtenstein, geladen.
Liechtenstein ist überraschend anders
Liechtenstein ist mit gerade einmal 160,5 Quadratkilometern das sechstkleinste Land der Erde und doch hat das deutschsprachige Fürstentum zwischen Österreich und der Schweiz unternehmerisch enorm viel zu bieten. „Liechtenstein ist eines der höchst industrialisierten Länder der Welt. Ich freue mich, dass wir Adrian Hasler, den Regierungschef des Fürstentums, für den dritten Sommerabend der Außenwirtschaft gewinnen konnten“, sagte Dr. Volker Wissing.
Spannende Zukunftsthemen
Adrian Hasler referierte über spannende Zukunftsthemen im Bereich der Digitalisierung, auch Rheinland- Pfalz kann dabei von den Erfahrungen Liechtensteins profitieren. So ist Liechtenstein Vorreiter im Bereich der Blockchain (damit sind kontinuierlich erweiterbare Listen von Datensätzen gemeint – eine Art digitales Kontenbuch), die ein wichtiger Innovationstreiber am Finanzmarkt ist. Einen interessanten Aspekt sparte Hasler ebenfalls nicht aus: Das Fürstentum hat über den Europäischen Wirtschaftsraum Zugang zum EU- Binnenmarkt und ist das einzige Land, das mit dem Nachbarn Schweiz über ein Freihandelsabkommen mit der Volksrepublik China verfügt – ideale Rahmenbedingungen also, um mit dem innovativen und exportstarken Bundesland Rheinland-Pfalz zu kooperieren.
Zusammenarbeit zwischen RLP und Liechtenstein
Dr. Volker Wissing zeigte sich sehr interessiert am Liechtensteiner Modell: „Mich hat vor allem Ihr Regulierungslabor fasziniert, das innovative Geschäftsmodelle prüft. Hier können wir von Liechtenstein lernen und daher haben wir vereinbart, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzurichten.“ Und dies ist nicht die einzige Zusammenarbeit, wie Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler ergänzt: „Wir haben ebenfalls vereinbart, dass wir uns kontinuierlich über die Rahmenbedingungen für Unternehmen aus dem Fintech-Bereich austauschen – oder etwas allgemeiner formuliert: über die Digitalisierungsprozesse in der Wirtschaft.“













